3.1.3.1. Typische Störfaktoren bei komplexen Fragestellungen

Nun zur Frage, wie diskutieren wir in unseren Kleingruppen?
Zunächst müssen wir beschreiben, welche typischen Situationsmuster wir bei Kleingruppendiskussionen antreffen, um dann im zweiten Schritt zu erklären, wie ganz bestimmte Störfaktoren durch eine strukturierte Diskussion ausgeschlossen werden können.

Die typischen Störfaktoren können wie folgt beschrieben werden. Nach einer kurzen thematischen Einführung unmittelbar nach der Beschlussversammlung, die z.B. durch das Verlesen des Begleittextes in der Basis-News erfolgen kann, sind die Zuhörer in der Regel sehr interessiert und wollen ihre Fragen und Ideen in die Diskussion einbringen. An einer klaren Beschreibung der von ihnen aufgeworfenen Fragestellungen und Thesen werden sie jedoch häufig aufgrund folgender psychologischer Problemstellung gehindert.

  • Nach dem Vortrag versuchen die Zuhörer, ihre Fragen zu stellen, sind hierzu aber außer Stande, da sie selbst noch keine rechte Ordnung in die ihnen einfallenden neuen Ideen gebracht haben.

  • Alle versuchen nun ihre gesamten Fragen und Ideen in einer einzigen Frage zusammenzufassen und als Diskussionsbeitrag an die Gruppe zu richten. Da dies von fast allen in der Gruppe probiert wird, ist die Gruppe als ganzes unfähig, die Flut der eingebrachten Ideen und Fragekomplexe für alle Personen befriedigend zu strukturieren und zu beantworten.

  • Die Folge ist, dass keine Frage befriedigend besprochen und beantwortet werden kann, da jede Person, die zu Wort kommt, das Thema auf sein Hauptinteresse zu lenken versucht. Nach mehrmaligen Versuchen, bestimmte Fragekomplexe im allgemeinen Durcheinander an die Gruppe zu richten, verlassen viele Teilnehmer frustriert und genervt die Veranstaltung. Denn diese Kleingruppendiskussion hat sich als unfähig erwiesen, auf die von ihnen eingebrachte Problemstellung eine Antwort zu liefern, womit auch häufig eine Abkehr von den Ideen der jeweiligen Gruppe verbunden ist!

Aufgrund dieser in basisdemokratischen Gruppen häufig gemachten Erfahrung kommen wir zu dem Ergebnis, dass wir durch die Vorgabe einer geordneten Diskussionsstruktur die Voraussetzung für ein geordnetes Gruppengespräch schaffen müssen, in dem wir wenigstens die zwei oder drei Fragen beantworten können, an deren Beantwortung sich das größte Gruppeninteresse abzeichnet. Mit der Klarheit der von den Teilnehmern gewonnenen Erkenntnisse unterstreichen wir die Ernsthaftigkeit unserer Arbeit und wecken beim Teilnehmer das Interesse, zur Beantwortung weiterer Fragenkomplexe an einem weiteren fortlaufenden Diskussionsprozess in unserer Gruppe teilzunehmen.

Die Anwendung der Prinzipien des Gedankensturms bewährte sich in unseren Veranstaltungen als hervorragendes Mittel der Wissensvermittlung, das die unter den Absätzen i bis iii aufgeworfenen Problemstellungen nicht nur hilft zu umgehen, sondern auch ein nachhaltiges Interesse bei den Teilnehmern weckt.
Der Gedankensturm beschreibt die nun folgende Gesprächsmethodik.


Stand: 03.10.2011


3.1.3.1. Typische Störfaktoren bei komplexen Fragestellungen (Übersicht)


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3.1.3.1. Typische Störfaktoren bei komplexen Fragestellungen

Nun zur Frage, wie diskutieren wir in unseren Kleingruppen?
Zunächst müssen wir beschreiben, welche typischen Situationsmuster wir bei Kleingruppendiskussionen antreffen, um dann im zweiten Schritt zu erklären, wie ganz bestimmte Störfaktoren durch eine strukturierte Diskussion ausgeschlossen werden können.

Die typischen Störfaktoren können wie folgt beschrieben werden. Nach einer kurzen thematischen Einführung unmittelbar nach der Beschlussversammlung, die z.B. durch das Verlesen des Begleittextes in der Basis-News erfolgen kann, sind die Zuhörer in der Regel sehr interessiert und wollen ihre Fragen und Ideen in die Diskussion einbringen. An einer klaren Beschreibung der von ihnen aufgeworfenen Fragestellungen und Thesen werden sie jedoch häufig aufgrund folgender psychologischer Problemstellung gehindert.

  • Nach dem Vortrag versuchen die Zuhörer, ihre Fragen zu stellen, sind hierzu aber außer Stande, da sie selbst noch keine rechte Ordnung in die ihnen einfallenden neuen Ideen gebracht haben.

  • Alle versuchen nun ihre gesamten Fragen und Ideen in einer einzigen Frage zusammenzufassen und als Diskussionsbeitrag an die Gruppe zu richten. Da dies von fast allen in der Gruppe probiert wird, ist die Gruppe als ganzes unfähig, die Flut der eingebrachten Ideen und Fragekomplexe für alle Personen befriedigend zu strukturieren und zu beantworten.

  • Die Folge ist, dass keine Frage befriedigend besprochen und beantwortet werden kann, da jede Person, die zu Wort kommt, das Thema auf sein Hauptinteresse zu lenken versucht. Nach mehrmaligen Versuchen, bestimmte Fragekomplexe im allgemeinen Durcheinander an die Gruppe zu richten, verlassen viele Teilnehmer frustriert und genervt die Veranstaltung. Denn diese Kleingruppendiskussion hat sich als unfähig erwiesen, auf die von ihnen eingebrachte Problemstellung eine Antwort zu liefern, womit auch häufig eine Abkehr von den Ideen der jeweiligen Gruppe verbunden ist!

Aufgrund dieser in basisdemokratischen Gruppen häufig gemachten Erfahrung kommen wir zu dem Ergebnis, dass wir durch die Vorgabe einer geordneten Diskussionsstruktur die Voraussetzung für ein geordnetes Gruppengespräch schaffen müssen, in dem wir wenigstens die zwei oder drei Fragen beantworten können, an deren Beantwortung sich das größte Gruppeninteresse abzeichnet. Mit der Klarheit der von den Teilnehmern gewonnenen Erkenntnisse unterstreichen wir die Ernsthaftigkeit unserer Arbeit und wecken beim Teilnehmer das Interesse, zur Beantwortung weiterer Fragenkomplexe an einem weiteren fortlaufenden Diskussionsprozess in unserer Gruppe teilzunehmen.

Die Anwendung der Prinzipien des Gedankensturms bewährte sich in unseren Veranstaltungen als hervorragendes Mittel der Wissensvermittlung, das die unter den Absätzen i bis iii aufgeworfenen Problemstellungen nicht nur hilft zu umgehen, sondern auch ein nachhaltiges Interesse bei den Teilnehmern weckt.
Der Gedankensturm beschreibt die nun folgende Gesprächsmethodik.


Stand: 03.10.2011